Zur Sendung vom 07.10.

Hier eine etwas eingehendere Analyse zur gestrigen Tagesschau (20 Uhr) und den darin vermittelten Aussagen.

Dass die Sendung dabei dem schon in den vergangenen Tagen verfolgten Trend folgt, und dass sie in kaum fassbarer Naivität Parolen und Aussagen gewisser Politiker, Interessengruppen oder Lager übernimmt, überrascht freilich nicht.

Es stimmt aber traurig…

Nachtrag: Dass bei all den Erwähnungen von Schulden und hohen Ausgaben der 480-Milliarden-Euro-Rettungsschirm für Banken nicht erwähnt wird, wäre eigentlich schon Proteste wert. Das ist keine mangelnde Informationsbereitschaft mehr, sondern schlicht Fehlinformation und Irreführung.

  1. Quelle: tagesschau.de
    Die Beispielrechnung arbeitet mit einem fiktiven Mietpreis; die Heizkosten sind vage nach diesem Artikel geschätzt. Weitere Sonderbeihilfen wurden der Einfachheit halber außen vor gelassen. Das Beispiel ist nicht repräsentativ, sondern plakativ gedacht.


23 Antworten auf „Zur Sendung vom 07.10.“


  1. 1 NameGibtEs 09. Oktober 2009 um 10:09 Uhr

    Schön wenn sich jemand die Mühe macht, das Gefasel mal unter die Lupe zu nehmen. Schade, das sich damit nur eine so kleine Gruppe von Interessierten erreichen lässt. Trotzdem danke und weiter so.

  2. 2 Margareth Gorges 09. Oktober 2009 um 10:19 Uhr

    Gegenöffentlichkeit vom FEINSTEN! Anschaulicher kann man es nicht aufzeigen, wie wir mit unseren GEZ Geühren öffentlich -rechtlich verblödet werden.

    Herzlichen Dank

  3. 3 Rolf 09. Oktober 2009 um 10:30 Uhr

    Unbedingt weiter so ! Nur durch eine vielfältige und objektive Kontrolle können wir hinter die Schau-Kulissen der Medien blicken.

  4. 4 Medienbeobachter 09. Oktober 2009 um 10:58 Uhr

    Vorbildliche Aufklärung.

    Wer heutzutage sich die Berichterstattung einer Tageschau oder den Bericht aus Berlin anschaut, dem läuft es nur noch eiskalt über den Rücken.

    Neoliberale „Experten“ spielen Kathederpropheten (Max Weber) und stellen eine unrichtige Behauptung nach der anderen auf.

    Eine systematische Manipulierung der Bevölkerung nach orwellschen Muster.

    Wir leben heutzutage definitv in Zeiten der Gegenaufklärung.

    Diese Analyse des Starsoziologen Pierre Bourdieu kann nur die einzig logische Erklärung für diese Flut von Verdrehungen und Falschbehauptungen in den Massenmedien sein.

    Es gab zu allen Zeiten Karrieristen, die sich den Mächtigen anbiederten, um selber möglichst viel vom großen Kuchen abzukommen.

    Das 21.Jahrhundert spielt diese Thematik par excellence in Journalistik, Wirtschaftswissenschaft und Jouristik für uns durch.

    Ein schlechtes Theaterstück auf der Weltbühne des großen Betruges an den kleinen Leuten.

  5. 5 Volker 09. Oktober 2009 um 11:26 Uhr

    Ein schönes Stück Arbeit! Man fühlt sich allerdings beim Betrachten der „Tagesschau“, an die vor 20 Jahren begrabene „Aktuelle Kamera“ erinnert… -nur daß leider die große Mehrheit der Bevölkerung diese Art von Polit- Poesie noch für „Information hält. Trotzdem, steter Tropfen höhlt den Stein, also schön weiter tropfen!

  6. 6 magneti 09. Oktober 2009 um 12:57 Uhr

    Ein dickes Lob auch von meiner Seite!

  7. 7 Fabio 09. Oktober 2009 um 13:30 Uhr

    Das habe ich mir beim Gucken des Beitrags auch gedacht … Schön aufbereitet ;-)

  8. 8 Urmel 09. Oktober 2009 um 14:08 Uhr

    Als ich den Kommentar gestern in der Tagesschau sah währe ich fast in den Fernseher gesprunngen. Man/frau fühlt sich so richtig verarscht. Und dafür bezahlt man GEZ?
    Nicht zu fassen ist das!

  9. 9 Paul 09. Oktober 2009 um 14:20 Uhr

    Also ich habe mich längst an diese Herren Berufslügner gewöhnt.
    Hohle Phrasen… natürlich. Da braucht man gar nichts tiefsinniges vermuten. Vorallem diesen Pofalle kann ich nicht leiden. Jedesmal wenn er was sagt hat er dieses schelmige Grinsen im gesicht, nach dem Motto „Euch niederes Gesocks werd ichs zeigen“.
    Der Pofalle ist übrigens der Busenkollge vom Westerwelle. Die beide gehen oft zu ihrem Lieblingsitaliener Pizza essen.

    Ich glaube denen kein Wort. Diese Analyse ist Zeitverschwendung. In der Koalitionsverhandlung wird nun verhandelt welche Lobbyinteressen umgesetzt werden.

    Wahlen haben nichts bewegt und werden auch nichts bewegen. Die Opposition wird sich wohl wieder auf der Straße bilden müssen.

  10. 10 ROBOTER 09. Oktober 2009 um 14:52 Uhr

    Hallo Herr Felix Ehlert

    Wir sind froh das es überhaupt noch Menschen gibt die kritisch gegenüber den Massenmedien sind!

    Was die Öffentlich-rechtlichen sich leisten ist nicht mehr mit dem Wort „Manipulation“ beschreibbar, besser sind die Worte „lancierte Desinformation“!

    MfG

    Zur ARD:
    VerdummungVerblödung muss man sich leisten können!

    Zum ZDF:
    Wer nur mit dem Zweiten sieht, sieht nicht mehr dreidimensional!

  11. 11 x-cube 09. Oktober 2009 um 16:22 Uhr

    Hallo,
    evtl. könnt Ihr mit den Nachdenkseiten zusammenarbeiten und jeweils das aktuelle Video verlinken oder dort einbetten. Das würde den Bekanntheitsgrad erhöhen. Die haben eine große Leserschaft.

    Ansonsten Super Arbeit. Ich bin begeistert. Vielen Dank

  12. 12 Icke 09. Oktober 2009 um 17:19 Uhr

    Super!

    Vielen Dank!

    Ich kotze auch jedes mal, wenn ich die Tagesschau sehe,
    und würde jedesmal gerne in die Welt jinaus brüllen, was das für ein Schwachsinn und eine verarsche ist.

    Nun also endlich jemand, der das mal schön aufbereitet,
    was da so alles für verblödung abgeht.

    hast Du auch noch die Sendung vom Vor-Wahlabend?
    Das wäre auch mal inmteressant, denn das war quasi
    Wahl-Werbung für die CDU; das machte einen großteil der Sendung aus.

    Könnte man ja auch mal kommentieren….

  13. 13 tagesschau 09. Oktober 2009 um 18:07 Uhr

    @icke: Ne, leider nicht; z.Z. kann ich’s leider auch nicht aufnehmen, schau aber mal, was sich da machen lässt…

  14. 14 Michael Maurer 09. Oktober 2009 um 18:58 Uhr

    Bin begeistert! Mach weiter so.
    Man müsste mal, analog zum „Alternativen Nobelpreis“, ne „Alternative Tagesschau“ produzieren.

    Früher dachte ich immer die Tagesschau hätte was mit Information zu tun. Heute frage ich mich bei jeder Meldung zunächst „Wem nützt das?“.

    na denn

  15. 15 Peter Christian Nowak 10. Oktober 2009 um 16:30 Uhr

    Die Tagesschau trägt zur neoliberalen Tendenzdenke mit ihrem verkürzten Gequatsche für schlichte „Denker“ bei. Sie ist eines von vielen Kommunikationsorganen in der Medienlandschaft neoliberaler Propaganda. Das ist skandalös!. Anders ist der Wahlausgang gar nicht zu erklären!

  16. 16 Michael Dolby 11. Oktober 2009 um 4:42 Uhr

    Die Situation ist ernst.

    Ich musste erst 43 Jahre alt werden, um sie zu verstehen.
    Es ist alles noch viel schlimmer als vermutet.
    Mir wird schlecht bei dem Gedanken, daß wir Menschen alle Mächte gegen uns haben.

    1. die Politiker (Prostituirte)
    2. die Wirtschaft (die unendliche, über Leichen gehende Geldgierigkeit)
    3. die Medien (weitere Prostituirte)

    Ich sehe keinen Weg, wie wir uns aus dieser Scheiß Situation befreien könnten.
    Unsere Freiheit scheint erst mit dem Tode zu beginnen.

    Ich möchte unsere Probleme and einem Beispiel verdeutlichen:

    Polizeibrutalität / Amtsmisbrauch, ein Beispiel von vielen für den Auswuchs wie unsere Gesellschaft sich entwickelt hat.

    Ich hatte kürzlich wieder eine Diskussion mit meiner Mutter über ein Gewaltverbrechen eines Vaters der seine Familie (Frau und zwei Kinder) umgebracht hat.
    Einen Selbstmordversuch hat er überlebt und es stellte sich nun die Frage nach der art der Bestrafung.
    Meine Mutter beschrieb in bunten Bilder, was sie sich für eine schlimme Bestrafung für diesen Mann wünschen würde.

    Ich erinnere mich Diskussionen über Bestrafung als Abschreckung für andere und einer Wiederholung durch den Täter einerseits und als „Genugtuung“ für die Opfer andrerseits häufig mit ihr gehabt zu haben.
    Jedesmal kamen wir zu dem gleichen Ergebnis aber leider scheint die aufkommende Emotionalität immer wieder ein klares Denken zu unterdrücken.
    Ich vermute, daß dieses Beispiel bei den meisten anderen Menschen, die zuerst eine starke Bestrafung fordern, anwendbar ist.

    Natürlich ist mein erster Impuls auch eine Bestrafung nach dem Motto Auge um Auge – Zahn um Zahn. Aber wenn mir eine Verhinderung der Gewaltstraftaten wichtig ist, dann muß ich dem Problem zuerst auf den Grund gehen.
    Egal wie stark die Strafe des Täters auch ausfällt, es macht das Leiden der Opfer nicht ungeschehen und auch bringt Opfer, welche es nicht überlebt haben, nicht wieder zurück.

    Die nächstlogische Frage wäre also: wie können wir die zukünftigen Opfer, welche in den nächsten Tagen, Wochen, Monate und Jahre unverdient Gewalt erfahren werden, schützen ?
    Denn die vorhandene Abschreckung hat die Gewalt nicht beseitigen können, also müssen wir andere Wege finden.

    Dazu müssen wir ganz klar sehen:

    1. Uns ist eine Verhinderung von Gewaltverbrechen nicht wirklich wichtig genug.
    Denn es wäre in der Tat möglich die Gründe für Gewalt zu beseitigen, was aber nicht im Sinne der Wohlhabenden ist.
    Um das zu verstehen, muß man sich bewußt werden, daß die künstlich erzeugten Abhängigkeitsverhältnisse unserer Gesellschaftsstruktur immer Verlierer und Gewinner erzeugt.
    Die Verlierer müssen nicht unbedingt immer materielle Verlierer sein, aber sind sicher Opfer ihrerseits, durch ein System welches nicht das Gemeinschaftswohl sondern den Egoismus fördert.
    Geld vermag nicht alles zu ersetzen, aber der extreme Mangel an Geld ist sicher Hauptgrund Nummer 1 für das egoistische Denken bei Unterpriviligierten.

    Gewalt und Verbrechen werden von den Wohlhabenden nicht gewünscht aber geduldet, weil es ein Teil unseres ungerechten Systems ist.
    Um Gewalt vorzubeugen, müssen wir unser System von einer Leistungsgesellschaft hin zu einer gesellschaftlichen Lebensgemeinschaft ändern, aber diese würde soziale Ungerechtigkeiten ausschließen, was wiederum den Priviligierten nicht passen würde.

    Und darum sind bisher auch keine ernsthaften Veränderungen eingeführt worden, und werden auch in der Zukunft nicht eingeführt werden.
    Aus diesem Grund wird es Opfer in den kommenden Tagen, Woche, Monaten und Jahren geben, von den schrecklichsten Gewalttaten die man sich vorstellen kann, welche durchaus verhindert werden könnten.

    2. Kennt ihr die Aussage: „Wenn der eigene Arsch nicht brennt, bewegt man sich auch nicht.“ ?
    Ich finde ihn ganz treffend, weil er die Situation präzise beschreibt.
    Wenn jeder von uns Bürgern ach so entsetzt ist über ein neues Gewaltverbrechen welches zu Tage tritt, fühlen wir uns alle abgestoßen von dieser schrecklichen Tat und wünschen uns eine sehr harte Bestrafung für den Täter.
    Nach einer kurzen Zeit haben wir uns wieder beruhigt und eines der Abwehrmechanismen tritt in kraft: die Verdrängung.
    Da wir ja (noch) nicht persönlich betroffen sind und auch keine Möglichkeit haben es ungeschehen zu machen, kommen Erinnerungen über schlechte Nachrichten in unser virtuellen Mülleimer.
    Aus den Augen – aus dem Sinn, denn man kann doch nicht immer mit schlechter Laune rumlaufen.

    Dazu möchte ich nur das Eine sagen: wenn uns eine gesunde Gesellschaft wichtig wäre, dann könnten wir am Abend nach einer schrecklichen Meldung nicht einfach so einschlafen, bis wir eine Lösung gefunden haben. Wir dürften nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen nach dem Motto: „wir können ja sowiso nichts ändern“.
    Wenn ein kleines Zahnrad eine große Maschinerie zum Stillstand zwingen kann, dann könnten wir die notwendigen Veränderungen bereits morgen einleiten.
    Aber wie es zur Zeit aussieht, leben wir in einem System welches bis zum Aussterben der Menschen genau so weiterfunktionieren wird, wie wir es heute auch haben.

    Ich wünsche mir den totalen Zusammenbruch unserer Ökonomie, welcher mittelfristig bevorstehen mag.
    Damit ergibt sich die Chance eines Wiederaufbaus, aber diesmal nach unseren Vorstellungen.

  17. 17 otti 11. Oktober 2009 um 20:07 Uhr

    Täuschland – Propaganda inbegriffen.

    Das Roth/Putin-Interview sollte einem die Augen geöffnet haben!
    http://www.spiegelfechter.com/wordpress/392/das-interview
    blog.tagesschau.de/?p=1380

    Wenn Medien Meinungsmache betreiben, ist Edward Bernays‘ (PR)opaganda nicht fern.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Bernays

  18. 18 sethko 16. November 2009 um 20:34 Uhr

    Schaut euch lieber „Zapp“ an. Da wird auch selbstkritisch berichtet.
    Ich kannte diese Seite nicht, bin aber von der 7.10.-Sendung nicht so sehr begeistert wie die Masse hier.
    Wirkliche Skandale wurde da nicht aufgedeckt und die Kommentare (nicht ausreichend als Meinung eines einzelnen Autors gekennzeichnet) enthalten auch Halbwahrheiten und Phrasen (sind aber auch teilweise berechtigt)

    Da müsst ihr noch besser werden!

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